Zum Sieg gezittert  

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So sehen Sieger aus. Archivfoto: Blue Volleys/wm

Gotha (red, 14. Dezember). In einem interessanten, aber nur phasenweise hochklassigen Spiel setzten sich die Blue Volleys Gotha am Ende knapp mit 3:2 (22;-22;-25;15;12) gegen den GSVE Delitzsch durch.

Es wurden für die Blue Volleys nicht die eigentlich angestrebten drei Punkte, sondern nach einem umkämpften Spielverlauf immerhin deren zwei, so dass zwar nicht alles gut war, aber zumindest das Ende.

Dabei lief es eigentlich aus Gothaer Sicht anfangs nach Plan. Anders als in den letzten Spielen fand man schnell in die Partie und übernahm die Initiative auf dem Feld. Mit gelungenen Angriffen und starkem Block erspielten sich die Hausherren eine Führung, die sie schrittweise ausbauten.

Im Zuspiel war nach seiner Erkältungspause wieder Rein dabei, so dass Trainer und Zuspielaushilfe Kronseder sich wieder auf seinen Job an der Seitenlinie konzentrieren konnte. Und was er da anfangs sah, dürfte ihm gefallen haben. Auch Diagonalangreifer Niederlücke zeigte sich Form verbessert und sorgte für einige Angriffspunkte. Er war es auch, der den letzten Punkt im Satz zum 25:22 erzielte.

Einigermaßen unverständlich deshalb, was dann in den beiden Folgesätzen passierte. Statt die Sicherheit aus dem gewonnenen Satz mitzunehmen, machte sich auf der Seite der Blue Volleys Nervosität breit. Auf der anderen Seite wurden die Gäste immer selbstbewusster. Mit ihrer guten Feldabwehr machten sie es den Gothaer Angreifern immer schwerer,  einfache Punkte zu holen. Hinzu kam eine überdurchschnittlich hohe Fehlerquote beim Aufschlag, die den Sachsen in die Karten spielte. Dennoch waren die Gothaer bis zum 18:19 noch in Schlagweite dabei. Aber Delitzsch hatte das Momentum auf seiner Seite und holte sich verdientermaßen den zweiten Abschnitt mit 25:22.

Die Hoffnung auf Gothaer Seite, dass es im 3. Satz besser werden würde, erfüllte sich nicht. Unsicherheiten in der Annahme und immer wieder Aufschlagfehler zogen sich wie ein roter Faden auch durch diesen Satz. Auf der anderen Seite ein hartnäckig um jeden Ball kämpfender Gegner, der insbesondere mit Schnellangreifer Karl einen Spieler hatte, der für ständige Gefahr sorgte.

Beim Stand von 6:9 wechselte Kronseder und brachte Maisch und Böhme für Rein und Niederlücke. Dennoch behaupteten die Gäste beharrlich ihre Führung. Die Blue Volleys hatten zwar durchaus gute Szenen, denen aber zu häufig Fehler folgten. In der Schlussphase wurden die Hausherren wieder stärker und konnten zum 23:23 ausgleichen. Ein Block von Lesche bescherte beim 25:24 sogar einen Satzball. Doch ein Gothaer Annahmefehler und ein Delitzscher Block gegen Böhme beendeten auch diesen Satz mit einem 27:25-Erfolg für die Gäste aus Sachsen.

Im 4. Satz blieben Maisch, Böhme und der kurz zuvor gekommene Couchman neben Werner, Aßmann und Kummer auf dem Feld. Erneut nahm das Spiel eine Wende. Nun waren wieder die Gothaer das bestimmende Team. Der Aufschlag war wieder da und Gothas Angreifer agierten nun wesentlich wirkungsvoller. Auch weil die Annahme wieder stabil war und Maisch die Bälle klug verteilte. Auf der anderen Netzseite wuchs der Respekt der Angreifer vor Gothas Block. Entsprechend souverän holten die Blue Volleys mit 25:15 den Satz und stellten den Ausgleich her.

Im Tie Break zeigten sich die Gäste aber gut erholt und hielten zunächst dagegen. Nach dem letzten Seitenwechsel beim 8:7 für Gotha waren dann aber die Residenzstädter das bessere Team. Zwei tolle Abwehraktionen von Maisch brachte dabei zusätzliche positive Emotionen. Gute Angriffe von allen Positionen sicherten den Blue Volleys in der Folge den 15:12-Satzgewinn und damit zwei wichtige Punkte.

Als MVP wurden Libero Winkler bei den Gästen und Mittelblocker Couchman bei den Blue Volleys bestimmt.

Kapitän Aßmann zeigte sich im anschließenden Interview im Livestream erleichtert, dass es am Ende noch für zwei Punkte gereicht hat. „Es sah zwischenzeitlich schlecht für uns aus. Die vielen Aufschlagfehler dürfen einfach nicht sein. Im 4. und 5. Satz haben wir wieder besser geblockt. Das hat uns den Sieg gebracht. Eigentlich wollten wir drei Punkte, gut das es am Ende noch zwei waren.“

Blue Volleys Gotha mit: Aßmann, Werner, Landsmann, Kummer, Lesche, Couchman,
Niederlücke, Böhme, Rein, Maisch, Stückrad und Spankowski.

Fliesenstudio Arnold

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