67. Deutscher Genealogentag in Gotha

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Genealogie ist nicht einfach ein Hobby. Familienforschung ist vielmehr eine Expedition in die eigene Vergangenheit. Vom 02. bis zum 04. Oktober 2015 können sich Interessierte auf diese Entdeckungsreise begeben, denn dann wird Gotha zum Zentrum der Genealogie. Familienforscher aus der ganzen Welt werden zum 67. Deutschen Genealogentag erwartet. Fachvorträge, eine genealogisch-heraldische Ausstellung u.v.m. stehen auf der Agenda.

Im Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.V. (Nr. 109/ Sonderausgabe) weißt Oberbürgermeister Knut Kreuch auf die Tradition Gothas als Tagungs- und Kongressort hin und stellt die Bedeutung der Residenzstadt innerhalb der genealogischen Forschung heraus. Darüber hinaus erscheinen von ihm Artikel „Gothas weltumspannende Beziehungen nach Schweden“ und „Gotha`s Glanz ist die Genealogie, denn ‚Gotha adelt’ nicht nur die Stammbäume dieser Welt“. Der in Gotha und Äthopien tätige Wissenschaftler Prof. Dr. Wolbert Smidt bereichert den Band mit dem Beitrag „Auf der Suche nach der Lebensbeschreibung des Barocken Thüringischen Frankreich- Reisenden, Verfassers gelehrter Gedichte und Beamten Christianus Güntherus Friccius“.

Der Genealogentag ist der Treffpunkt für alle, die mehr über ihre Familien, die Herkunft ihres Namens oder die Orte ihrer Vergangenheit erfahren möchten und lädt mit einem  breit gefächerten Vortragsprogramm ein. Neulingen auf dem Gebiet der Ahnenforschung wird der Einstieg mit Hilfe von Lesekursen in Deutscher Schreibschrift und nützlichen Tipps für den Beginn ihrer Recherchen erleichtert. Erfahrene Genealogen können sich unter anderem über die neuesten Forschungskooperationen via Internet oder der Suche nach Vor- und Nachfahren im Ausland (beispielsweise den USA) informieren. Aber auch Heimatforscher kommen mit Themen zur Hexenverfolgung oder zum Herzogtum Gotha auf ihre Kosten. Darüber hinaus können Besucher einen Blick hinter die Kulissen der beliebten Fernsehreihe „Die Spur der Ahnen“ werfen.
Einen weiteren Höhepunkt markiert der Vortrag des aus Fernsehen und Rundfunk bekannten Namenforschers Prof. Dr. Jürgen Udolph über die Orts- und Familiennamen in Mitteldeutschland.

Alle Themen auf einen Blick liefert die Messe im historischen Orangenhaus. Genealogisch-heraldische Verbände und Firmen aus Deutschland und Europa bieten Einblicke in ihre Arbeit mit Familien- sowie Heimatforschung, Namenkunde, Heraldik und vielem mehr.

Ausrichter des diesjährigen Genealogentages ist die Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.V. (AGT). Ahnenforschung, Heimatkunde und Heraldik sind seit 30 Jahren die Steckenpferden des Vereins (www.genealogie-thueringen.de).

Eine vorherige Anmeldung zu den Vorträgen ist erwünscht. Der Eintritt pro Person/pro Tag beträgt 10 EUR; der Eintritt ins Messegebäude (Orangerie) ist frei. Das Veranstaltungsprogramm und weitere Infos finden Sie unter: www.genealogentag.de.

Höhepunkte des Genealogentages:

02.10.2015 | 18:00 Uhr | Kulturhaus
Gotha, wie Sie es nie erwartet hätten!
Oberbürgermeister Knut Kreuch stellt seine Stadt vor.

02.10.2015 | 20:00 Uhr | Hotel Lindenhof
Gemütlicher genealogischer Austausch

03.10.2015 | 09:00 – 09:45 Uhr | Orangerie
Einführung in die Ahnenforschung – Manfred Wegele

03.10.2015 | 14:30 – 15:15 Uhr | Orangerie
Lesekurs für Deutsche Schrift – SütterlinKlub der URANIA Eichsfeld

03.10.2015 | 10:00 – 10:45 Uhr | Kulturhaus
Familien- und Ortsnamen Mitteldeutschlands –
Prof. Dr. Jürgen Udolph

03.10.2015 | 17:15 – 18:00 Uhr | Kulturhaus
Ein Blick hinter die Kulissen von „Die Spur der Ahnen“ –
Frank Kutter, mdr

04.10.2015 | 09:00 – 09:45  Uhr | Kulturhaus
Die deutsche Hexendatenbank – Dr. Kai Lehmann

04.10.2015 | 10:00 – 10:45  Uhr | Kulturhaus
Ein Herzogtum macht Weltgeschichte – Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha – Ted Rosvall

04.10.2015 | 11:00 – 11:45  Uhr | Kulturhaus
Der Gotha – Aus der 250-jährigen Geschichte des Gothaischen Hofkalenders – Sven Ballenthin

04.10.2015 | 13:00 – 13:45  Uhr | Kulturhaus
Gute Wappen, schlechte Wappen – Wie gelungene Familienwappen entstehen – Frank Diemar