Chance für Play-Offs erhalten

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Der VC Gotha hat sich mit einem 3:1 (21:25; 25:14; 25:12; 26:24) Erfolg über das Zurich Team VCO Berlin auf den 8.Tabellenplatz vorgeschoben und sich damit die Chance, die Play-Offs zu erreichen, erhalten.

Die Vorgabe war klar. Ein Sieg gegen das nahezu mit der Juniorennationalmannschaft identische Perspektivteam aus Berlin sollte her und der möglichst mit 3:0. Der Unterstützung von den Rängen hatten sich die Spieler mit einer feinen Geste schon vorher versichert. Sie schenkten dem Fanclub „Ostblock“ vor dem Spiel eine große Fanfahne als kleines Dankeschön für die tolle Unterstützung in der gesamten Saison.

Umso größer die Enttäuschung bei Spielern, Betreuern und Zuschauern über die desolate Leistung der Gothaer im 1.Satz. Wacklig in der Annahme und mit geringer Durchschlagskraft im Angriff hatte man den unbeschwert aufspielenden Gästen wenig entgegenzusetzen. Man spürte die Anspannung und Nervosität der Gothaer Spieler überdeutlich. Trainer Jörg Schulz sagte im anschließenden Interview noch sichtlich verärgert nur, dass es ihm seine gute Kinderstube verbiete, den 1.Satz zu kommentieren.

Im 2. und 3.Satz dann ein ganz anderes Bild. Die Gothaer hatten die Partie jetzt voll im Griff. Inzwischen hatte Joni Markkula die Regieposition im Zuspiel von Maris Vensbergs übernommen und leitete zum Teil sehr schöne Spielzüge ein. Besonders die schnellen Hinterfeldangriffe von der Position Sechs (Pipe) waren etwas für das Auge des Volleyballliebhabers. Mit 25:14 und 25:12 gingen die beiden Sätze klar an die Gastgeber.

Unverständlich deshalb, dass es sich der VC im 4.Abschnitt noch einmal so schwer machte und die Nerven der Zuschauer strapazierte. Besonders den Berliner Diagonalangreifer Bergmann (15) bekam man nicht so recht in den Griff. Hinzu kamen zu viele Aufschlagfehler. Beim Stand von 22:24 hatten die Gastgeber zwei Satzbälle gegen sich und die gute Ausgangsposition vor dem letzten Spieltag schien verspielt. Nur gut, dass sich Gotha auf seinen Block verlassen kann. Wie schon in Bühl war dieser in der entscheidenden Phase unüberwindbar. Mit vier Blockpunkten in Folge wehrte man die Satzbälle ab und kam selbst zum erlösenden 26:24 Satzgewinn.

Nach dem Spiel wurden Joni Markkula und Björn Arne Bergmann als MVP ausgezeichnet.
Gästetrainer Söhnke Hinz ließ es sich nach dem Spiel nicht nehmen, den aus dem Gothaer Nachwuchs hervorgegangenen Steffen Drößler beim VCO zu verabschieden, weil dieser die Altersgrenze erreicht hat. Er wünschte dem sympathischen Gothaer für seine künftige Laufbahn als Beach-Volleyballer alles Gute und viel Erfolg, Wünsche denen sich auch Jörg Schulz anschloss.

Für die Gothaer ist die Ausgangssituation vor dem schweren Heimspiel am Sonnabend gegen den Moerser SC klar. Man muss mindestens mit 3:1 gewinnen, um aus eigener Kraft den achten Play-Off-Platz zu erringen. Bei allen anderen Ergebnissen ist man auf die Mithilfe der Konkurrenz aus Rottenburg und Bad Dürrenberg angewiesen.

VC Gotha mit: Bojan Gluvajic, Joni Markkula, „Gui“ Barbosa, Ariel Hilman, Nikola Poluga, Sven Kellermann, Isaac Kneubuhl, Paul Lohrisch, Marcel Herrmann, Maris Vensbergs und Lukas Gudas

Publiziert: 31. März 2011, 11.04 Uhr